Stückliste exportieren in Visiativ PLM: Office Forms vs. Excel-Export
Eine saubere Stückliste ist das Rückgrat vieler Prozesse: vom Einkauf über die Fertigung bis zur Kalkulation. Genau hier spielt Visiativ PLM seine Stärken aus, denn Strukturen werden zentral gepflegt, Versionen bleiben nachvollziehbar und ein BOM-Export lässt sich ohne Medienbrüche für unterschiedliche Anforderungen bereitstellen. In der Praxis stellt sich jedoch oft die Frage: Welcher Exportweg ist der richtige – standardisiert mit Vorlage oder schnell nach aktueller Ansicht?
Dieser Technical Tip zeigt zwei bewährte Möglichkeiten, wie Sie in Visiativ PLM eine Stückliste exportieren: erstens über Office Forms (z. B. mit Einkaufsstückliste, Sprachen und optionaler Dokumentenablage) und zweitens über den direkten Excel-Export per Rechtsklick. So finden Sie je nach Use Case den passenden BOM-Export.
Office Forms
Mit den „Office Forms“ können firmenspezifische Formulare erzeugt werden. VISIATIV PLM bietet bei der Auslieferung schon standardmäßig einige dieser Formulare mit, so auch für den Stücklistenexport.
Wir starten in den Apps die Artikel-App:

Danach wird mit der rechten Maustaste auf den gewünschten Artikel geklickt und das Tool „Office Forms“ gestartet. Je nach Objekttyp werden verschiedene Vorlagen vorgeschlagen:

Hier die möglichen Vorlagen zum Objekttyp Artikel:

Für die gewünschte Stückliste wählen wir hier die Vorlage „Einkaufsstückliste“. Beim Erstellen des BOM-Exports stehen folgende Optionen zur Verfügung:

- Vordefinierte Sprachen
Sie können Vorlagen in beliebig vielen Sprachen erstellen und diese dann hier abrufen. - Verhalten nach Erstellung des Berichts
Sie können sich entscheiden,
ob das Dokument nur angezeigt wird,
oder ob es an das Ursprungsobjekt verknüpft werden soll,
oder ob ein komplett neues Dokument angelegt werden soll.
Resultierend daraus wird ein Programm gestartet, das abfragt, wie viele Produkte in der BOM angezeigt werden sollen. In anderen Worten: die Stückzahlen werden multipliziert.

Ergebnis:
BOM-Export-Deckblatt:

Danach folgt der Reiter, auf dem alle gefertigten Teile aufgelistet werden. Dies läuft nach den Regeln der Klassifizierung.

Und auf dem letzten Reiter werden alle Kaufteile zusammengefasst:

Direkter Excel-Export
Ein weiterer, sehr schneller Weg, um zu einer Stückliste zu gelangen, ist über die Export-Funktion auf der rechten Maustaste.
Begeben wir uns wieder zum gewünschten Artikel und anschließend über die rechte Maustaste zur Systemansicht:

In dieser Ansicht sehen wir alle Verlinkungen des Artikels:

Oben in der Pfadleiste kann man im Pull-down-Menü weitere Ansichten einstellen, wie z. B. die eBOM-Struktur. Jetzt werden nur noch Artikel der eBOM angezeigt:


Starten wir nun den Export dieser eBOM-Struktur mit Klick auf die rechte Maustaste/EXPORT/Excel Export:
Nun wurde genau diese Strukturtiefe exportiert, d. h., nur die angezeigte Struktur:

Erweitere ich in der Ansicht hier z.B. auch die elektrische BOM:

So sieht der Export mit Struktur aus:

Nun wurde also ebenfalls die Struktur der elektrischen BOM mitexportiert und im Excel als Gruppe dargestellt.
Wir können je nach Tiefe der Darstellung im Browser den Export und seine Strukturtiefe steuern, WYSIWYG!
Fazit
Für den BOM-Export in Visiativ PLM gibt es nicht „den einen“ richtigen Weg, sondern zwei komplementäre Ansätze. Office Forms eignet sich ideal, wenn Sie firmenspezifische Vorlagen, Mehrsprachigkeit und ein reproduzierbares Ergebnis benötigen und den Export optional direkt am Ursprungsobjekt dokumentieren möchten. Der direkte Excel-Export punktet dagegen durch Tempo und Transparenz: Exportiert wird genau das, was in der Ansicht sichtbar ist, inklusive Struktur und Tiefe, ganz nach dem WYSIWYG-Prinzip.
Wenn Sie regelmäßig standardisierte Einkaufs- oder Fertigungslisten verteilen, ist Office Forms meist die beste Wahl. Wenn Sie hingegen schnell Daten für Analysen, Abstimmungen oder ad-hoc-Auswertungen brauchen, ist der Excel-Export unschlagbar. Mit beiden Optionen deckt Visiativ PLM typische Anforderungen an einen modernen BOM-Export zuverlässig ab.






